• Auswirkungen des CO2-Gesetzes auf Heizungsanlagen

Auswirkungen des CO2-Gesetzes auf Heizungsanlagen

27.05.2021

Am 13. Juni stimmen wir über das CO2-Gesetz ab. Sollte das Bundesgesetz über die Verminderung von Treibhausgasemissionnen angenommen werden, so tritt es am 01.01.2023 in Kraft. Der CO2-Ausstoss soll alle fünf Jahre um 5 kg/m2 Energiebezugsfläche (EBF) reduziert werden. Immobilieninhaber*innen sind gut beraten, jetzt Alternativen zur Öl- und Gasheizung zu prüfen. Es lohnt sich.

 

Für die Einhaltung des Gesetzes ist das Einbaudatum der Ölheizung massgebend. Denn je älter das Haus, desto höher der CO2-Aussstoss. Beispielsweise stösst ein 1970 gebautes Wohnhaus 53 kg/m2 EBF aus, eines aus dem Jahr 1990 hingegen rund die Hälfte. Nur mit sehr grossen Aufwendungen bezüglich Dämmerung an der Gebäudehülle wird es möglich sein, den Heizölverbrauch auf ca. 5 Liter Öl/m2 zu senken und somit auf einen jährlichen geforderten CO2-Ausstoss von ca. 13.25 kg/m2 zu kommen. Eine solche Sanierung funktioniert mit einer Ölheizung aber nur bis Ende 2032. Ab dem Jahr 2038 wird es quasi nicht mehr möglich sein, ein Wohnhaus mit Heizöl zu beheizen. Ab 2043 ist es dann absolut unmöglich.

Alternativen zur Ölheizung gibt es bereits heute
Als Varianten für Wärmeerzeuger mit fossilen Brennstoffen bieten sich heute Wärmepumpen, Pelletheizungen, Stückholz oder Schnitzelfeuerungen an. Im neuen Förderprogramm des Kantons Aargau werden solche Alternativen beim Ersatz von fossilen Brennstoffen seit dem 1. März gefördert. Durch die höheren Nettoinvestitionen ergeben sich auch noch höhere Steuerabzüge.

Längerfristig sinken die Kosten
Natürlich kosten diese Alternativen bei der Investition einer Sanierung mehr als der 1:1 Ersatz einer Ölheizung. Über die erwartete Lebensdauer z.B. einer Luft/Wasser-Wärmepumpe sind die Betriebskosten aber deutlich tiefer als bei einem 1:1-Ersatz mit einer Ölheizung. Häufig sind also die Gesamtkosten über eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe sogar tiefer als mit einer Ölheizung. Es ist zudem auch davon auszugehen, dass der Bundesrat die Lenkungsabgabe für Brennstoffe pro Tonne CO2-Ausstoss in den nächsten Jahren von jetzt 96.- bis auf maximal 210.- anheben wird.

Es liegt also auf der Hand, dass uns die Annahme des CO2-Gesetzes in den nächsten Jahren zunächst Geld kosten wird. Indem wir bereits heute Alternativen zur Ölheizung prüfen, leisten wir einen Beitrag zur CO2-Reduktion. Wird das Gesetz abgelehnt, ist das Problem nicht gelöst. Wir delegieren es einfach an die nächste Generation. Wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern die Kosten und die Verantwortung aufbürden?

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